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    <title>kwerblock (maurenbrechers betrachtungen)</title>
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    <description>maurenbrechers betrachtungen</description>
    <dc:publisher>quer</dc:publisher>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    <dc:date>2009-09-17T00:22:48Z</dc:date>
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    <title>kwerblock</title>
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    <title>Im Zug</title>
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    <description>Übliches Einstiegsgerdrängel, diesmal im ICE Leipzig - Erfurt, ich wuchte mein Gepäck in eine Zweierreihe, versichere mich, dass unreserviert ist, streife kurz die Mitreisenden mit Blicken, sehe Spielzeug verteilt auf einem Tisch schräg links vor mir, dann lass ich mich in den Sitz sinken, entsperre das Handy, genieße rückwärts gleitend die Aussicht auf den wüsten Rangierbahnhof Leipzig. Immer mal wieder höre ich ein Kinderstimmchen vom Einkaufengehen erzählen, dass die Tür zu ist, jemand kommen muss und sie aufmacht, das spielt aber lebhaft, denke ich und meine, dass an dem Tisch mit den Bilderbüchern und Teddies vorhin ein Kind saß, jetzt schau ich nicht nochmal hin, sondern lese zwei Nachrichten, die unterdes eingetrudelt sind. Der kann doch nicht raus, ruft das Stimmchen, der kommt doch nicht aus der Wohnung, ich denke: Das hat aber eine rege Phantasie. Sms-Tippen fällt mir immer noch schwer, wiedermal nehm ich mir vor, nach einem Handy zu suchen, auf dem man die Nachrichten auch diktieren kann. Manchmal sieht man ja Leute mit kleinen Schlaufen vor den Mündern, die reden so in das Weite hinein, so könnte man doch mit passender Maschine auch schreiben, hoffe ich, jedenfalls Kleinigkeiten wie meine Antwortsätze jetzt auf zwei Fragen, die auf dem Handy gelandet sind. Nein, Mama, du musst hin, der braucht Nahrung, der Harry verlässt doch die Wohnung nicht. Ich rappele mich etwas hoch. Am Tisch schräg links vor mir sitzt wirklich ein kleiner Junge, er spielt in sich gekehrt mit einem Lastwagen in einer Plasikachterbahn. Der hat bestimmt nichts gesagt. Ihm gegenüber sitzt eine junge Frau, hager, ein abgemagertes Girlie in mädchenhaftem Kostum, an dem das frischeste sein Blüschen, Röckchen und die Westernjeans drunter sind. Faltig vor Dürre und mit einer Schlaufe vor den Lippen und einem Knopf im Ohr. Ja, Mama, ich kann dir den Schlüssel per Nachnahme schicken, gleich nachher, wenn wir in München sind, dann hast du ihn morgen. Sie rappelt ungeduldig mit den Knien gegen die Tischkante und fegt mit den Händen den Teddy von der Platte. Mama, pass doch auf, murmelt der kleine Junge. Ich mach Sachen, ich mach Sachen, ruft die Mama zwischen Lachen und Schluchzen, dann hebt sie den Teddy vorsichtig wieder auf. Sie klingt jetzt ehrlich erstaunt. Von ihr kommt dies Stimmchen. &lt;br /&gt;
Später - die Tragödie mit dem eingeschlossenen, zu versorgenden Harry ist offenbar geklärt oder aus dem Gedächtnis - spielt sie nett und ein bisschen streng mit ihrem Sohn. Dann lehnt sie sich wieder zurück und telefoniert nochmal. Ja, ich dich auch, haucht sie mit geschlitzten Augen, wir sehn uns ganz bald, bestimmt... und dann übergangslos, ohne eine Spur von Gefühl: Und tschou tschou...&lt;br /&gt;
Als ich aussteige, fragt sie den Sohn grad: Mit was holt der Pappa uns nachher in München wohl ab? Und das Kind fragt begierig zurück: Mercedes? Die Ansage eines Zugbegleiters, jeder Anschluss werde in Erfurt erreicht, verhindert, dass ich die richtige Automarke noch erfahre. Vielleicht wird es sogar ein Hubschrauber sein.</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 quer</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-17T00:19:00Z</dc:date>
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    <title>Greetings from Liverpool</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;293&quot; alt=&quot;Liverpool09-0170-Kopie&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/kwerblock/images/Liverpool09-0170-Kopie.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>Jussuf</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Jussuf</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-08T08:15:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/5674225/">
    <title>fenster</title>
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    <description>Häuser, aus denen Fenster gucken. &quot;Ach, wie ist der Mann zu loben, der die Häuser hohl gemacht&quot;, darüber hab ich als Kind gelacht, jetzt dank ich den Autokonstrukteuren, dasss sie nicht nur solche schmalschlitzigen Niedrigraser bauen, sondenr auch immer noch fahrende Hochsitze. Die Niedrigraser nehmen zu, und ich glaube, dass es mit der Unsicherheit draußen zusammenhängt, dass man momentan gern ins Auto, das fahrende Haus, wie in eine gut abgeschottete Welt klettert. &apos;Rasende Mauer&apos; nennt man den Off-Roader, man sieht nur das Nötigste und braust davon.&lt;br /&gt;
&apos;Rasende Häuser&apos;, ist sowas auch geplant? Ich würd mitfahren, was fährt, das probier ich aus, irgendwann...</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 quer</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-29T23:11:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/5645041/">
    <title>Traum/Albtraum</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;252&quot; alt=&quot;Dreamland-&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/kwerblock/images/Dreamland-.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>Jussuf</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Jussuf</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-15T12:15:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/5620271/">
    <title>Shake rattle roll up &amp; down</title>
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    <description>Helfende Hand, hingehalten zum Schütteln, aber es ist die Linke, man muss sich drehn, um sie schütteln zu können, und dann knarrt es wahrscheinlich, denn sie ist ja aus Plastik mit Drähten drin, nichtmal aus Fleisch und Blut. Helfende, staksende Hand. Irgendwas aus Kunst - fährt man die Umleitung mit dem Zug nach Hamburg, kommt man jetzt durch Uelzen mit seinem Friedensreich-Hundertwasser - Bahnhof rechterhand, ein altes Gebäude, umbaut mit bunten Wucherungen des Meisters, irgendwas mit Kunst, denkt man und freut sich über die Phantasiebeigabe, wenn gut gelaunt - oder die Aufgeblasenheit, wenn genervt. Nach einer Weile auf der Fahrt nach Hamburg führt die Umleitung dann durch Lüneburg, und kurz vor dem Bahnhof streift der Blick ein schmuddeliges, ovales Parkhaus, und eine leise Stimme da drin sagt: Das ist die Friedensreich-Hundertwasser - Spätphase, Überwindung der Phantasie durch den plattesten Alltag, das Banalste als Allerschönstes, es gibt sogar eine Untersuchung darüber: Von Uelzen nach Lüneburg - kopernikanische Wende der Hundertwasser - Architektur, möglich auch, dass der Künstler das Parkhaus nur okkupiert hat, es war schon da, er kam nur vorbeigeschlendert und erklärte es einfach zu seinem : So schafft sich Bob Dylan sich seit Jahren seine Lieder -.&lt;br /&gt;
Wären das die Sorgen der Welt, wär es leicht, helfende Hand. Warum stakst du so? Weil du die linke bist? Weil du aus dem gleichen Jahrmarktsbudenzauber rausragst wie der restliche Müll? Einarmiger Bandit? Wenn du die linke Hand bist, warum ballst du dich dann nicht zur Faust? All die vornehme Zurückhaltung, wo die Linken doch die Krise willkommen heißen müssten und nicht Krise, sondern die notwendige Folge finanzkapitalistischen Wirtschaftens nennen sollten, Verstaatlichung, Frau Kanzlerin, mit Verlaub, die Idee hatten wir auch schon mal... Warum erklärt die Linke nicht laut und deutlich: Die Menschen, die täglich verhungern, sind die Enteignung. Der tägliche Zusammenbruch hergebrachter Verhältnisse und mitmenschlichen Umgangs zugunsten von Profitmaximierung ist die Enteignung. Die Arbeitsvernichtung, die täglich passiert, ist Enteignung. Die Wegnahme von Lebens- und Gemeinschaftssinn zugunsten von Abstraktion, Luftgeld und perverser Riten, die ein clonartiger Vertreter Gottes stattdessen durch die Welt posaunt - das ist Enteignung. Wär jetzt nicht die Zeit zum Um-Sturz, einarmiger Bandit? Zeit, um für pro &amp; contra zu werben, zumindest. Klein angefangen: Zum Beispiel Namen und Adressen zu veröffentlichen der Richterin, die eine Kassiererin wegen Bons im Wert unter 2 Euro arbeitslos machte, des Sozalamtmitarbeiters, der einem Hartz-IV-Bezieher wegen Bettelns den Auszahlbetrag kürzte - wenn eine Million Leute diese Daten samt Lebensgewohnheiten der Sykophanten gemeinsam veröffentlichten, dann soll erstmal eine Million Menschen einzeln angezeigt werden, viel Spaß! Vorher wird folgende Erwägung bei den Tätern ablaufen: Na gut, auf die Immobilienprämie vom Einzelhandelsverband muss ich diesmal verzichten, aber ich möchte doch, dass meine Kinder sicher zur Schule kommen, also die nächste sprech ich frei...&lt;br /&gt;
Staksige Hand, ich fürchte ja, wir machen den Umsturz nicht mehr. Wir sind Teil des zu Stürzenden. Teil des Gewrackten, nicht die Bezieher der Prämie. Trotzdem kann das Leben sehr schön sein. Und das gefühlte Wissen, das wir gesammelt haben, das nimmt uns keiner. Ein graues, geringeltes Parkhaus als Inbegriff phantastischer Schönheit zu sehen, zum Beispiel. Oder diese Worte zu lesen als emphatischen Ausdruck von Lebensfreude. Oder die Wesensart Ackermann als die eigentliche katholische Hingabe an das Jammertal, als Lamm Gottes. Das hats vorher noch nie gegeben. Wirds wohl nachher auch nimmer.&lt;br /&gt;
Lass krachen.</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 quer</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-01T12:33:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/5574136/">
    <title>Shake, Rattle and Roll</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;267&quot; alt=&quot;Shake-Rattle-and-Roll&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/kwerblock/images/Shake-Rattle-and-Roll.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>Jussuf</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Jussuf</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-11T08:04:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/5556745/">
    <title>Zeit</title>
    <link>http://kwerblock.twoday.net/stories/5556745/</link>
    <description>So ein großes Ding auf sonem kleinen Wagen. Dachte noch heut beim Duschen, weil der Studiotermin auf abends verlegt worden war: Jetzt hast du Zeit! Und hast-du-nicht-gesehn...&lt;br /&gt;
Nein, die Zeit hab ich noch nicht gesehn. Und Du auch nicht. Die Zeit, wenn sie Zeit hat, steht geparkt an einer S-Bahn-Brücke in Berlin und tarnt sich als Bauwagen, um nicht in Hektik zu geraten. Liest das schöne Amir gegenüber, vielleicht hat sie deshalb dort angehalten? Und sind die Kürzel was Geheimes? Vorbereitung für die Zeitlosigkeit danach? Seltsame Ecke. Werd mal versuchen, die Stelle zu finden, wenn ich Zeit hab.</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 quer</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-03T14:18:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/5551970/">
    <title>Zeit?</title>
    <link>http://kwerblock.twoday.net/stories/5551970/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;268&quot; alt=&quot;Zeit&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/kwerblock/images/Zeit.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>Jussuf</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Jussuf</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-02T14:01:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/5102001/">
    <title>Thema Rauchen</title>
    <link>http://kwerblock.twoday.net/stories/5102001/</link>
    <description>Diskussion übers Rauchen auf Radio Kultur. Stefanie Winde - was für ein schöner Name, was (vom Gesichtspunkt der schönen Namen aus) für eine Vergeudung an diese Trägerin -, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in Berlin, und Herr Johannes Spatz, Vorsitzender irgendeiner Nichtraucher-Organisation, überbieten sich an Verfluch - und Drohgebärden, die anderen Teilnehmer kommen wenig zu Wort. Bis auf eine geduldige Wirtin, die gern eine Raucherlaubnis in ihrer Kneipe hätte - ihr wird unterstellt, sie vergifte ihre Kinder (Ich habe keine Kinder, sagt sie freundlich, aber der Nichtraucher-Lobbyist nimmt es nicht zur Kenntnis), und als Raucherin habe sie eh keinen freien Willen. Raucher sind Süchtige und deshalb nicht Herr ihrer selbst, spricht sanft Herr Spatz im Ton eines Sektenführers, und die Frau mit dem sprechenden Namen fügt bedeutsam hinzu: Wir müssen nämlich auch Menschen gegen ihren eigenen Willen schützen, also Raucher gegen sich selbst.&lt;br /&gt;
Das in einem Land, in dem man auf keine mittlere Politik-Position kommt (also z.B. Sprecherin für ein Thema in einer großen Fraktion wird), ohne sich gegen andere durchzubeißen, zu intrigieren, bis man sich selbst nicht mehr kennt, zu treten, zu betteln und gegen die Erschöpfung anzuschuften, bis Tränen fließen (ich kenne genug Politiker, um zu wissen, dass es wahr ist) - ohne also von Grund auf arbeitssüchtig und gefühlskalt geworden zu sein.&lt;br /&gt;
Was für eine Heuchelei! Anstatt das Rauchen dann ganz zu verbieten, träumen diese Chargen davon, sich aus der Tabaksteuer (oder der Lobbyarbeit) ihr Salär bezahlen zu lassen, aber die Raucher (endlich mal eine Bevölkerungsgruppe, pars pro toto!) mit Vernunft und Gemeinschaft, Gesundheit, Rücksicht, mit all dem Kram, der in einer kapitalistischen Gesellschaft auf dem Weg in die Globalisierung sonst einen Dreck gilt (es sei denn, er brächte Geld), lebenslang zu schuriegeln. Endlich mal dürfen sie Gute Menschen spielen. Gute Menschen erzwingen! Bestrafen! Maßregeln! All das Prickelnde tun, das einen eine Erziehungsdiktatur nun mal so machen lässt! Konsequenzen? - immer für andere. Herr Spatz (normaler Zweitsatz in der Sendung ich als Arzt) träumt z.B. davon, ein Rauchverbot auch in Privatwohnungen durchzusetzen. Er fordert (und Frau SPD-Betroffene stimmt leise zu), der einfache Passant sollte ruhig auch mal das Ordnungsamt herbeirufen, wenn er oder sie in einer Kneipe jemanden rauchen sieht (Was - da tragen welche den Stern noch nicht? Meldung machen, Volksgenosse...)&lt;br /&gt;
Der einfache Passant sollte diesen Drohern, die vom Leben reden und den Zwang meinen, ausweichen als einer echten Gefahr. Lebenslang, es sind bedrückende Leute. Der ich als Arzt, der sich (seine Stimme verrät es) nur über all die andern erheben will, und die Sprecherin mit ihrem Allmachtsrausch. Die sich ja hoffentlich längst vehement gegen eine längere Nutzung von Kernkraft eingesetzt hat (Stichwort Volksgesundheit). Und uns allen so richtig bekannt wurde wegen ihrer mutigen Pläne gegen die Zweiklassenmedizin... Nun zerfällt die SPD ja vielleicht bald mal, Zeit wärs. Dann fängt die Dame vielleicht das Sich-verlieren an, und dann wird sie einen vielleicht irgendwann einmal nett, gebrochen und stockbesoffen an einer Bar nach Feuer fragen.&lt;br /&gt;
Kein Mitleid. Ich kann nur immer jeden bitten: Kein Mitleid!&lt;br /&gt;
Ich bleibe übrigens weiter ein trockener Raucher. Weil ich es will.</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 quer</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-02T20:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/5101990/">
    <title>Ein Abend mit L.Cohen</title>
    <link>http://kwerblock.twoday.net/stories/5101990/</link>
    <description>Der Marktplatz von Lörrach ist nicht mittelalterlich schön, die Häuser wohl eher Dutzendware, und Touristen wird man kaum  herumführen. Vielleicht gerade deshalb schafft er eine so heitere Konzentration, beste Umgebung für die Konzerte, die dort jedes Jahr stattfinden, von ein paar Tausend Menschen besucht, beäugt von den Anwohnern, den Gästen des Hotels Benoth (von denen ein paar neulich abends die Rollläden runterließen, sie hatten schließlich ein Zimmer, keine Beschallung gemietet), vielleicht lässt er deshalb die Künstler, denen das von ihrer Bühne aus klein und possierlich vorkommen wird (gemessen an den Hallen, denen sie sich sonst aussetzen), in Begeisterungssprüche verfallen, lässt Bob Dylan sich am Ende hinknien (vor neun Jahren) und Leonhard Cohen sich mehrmals für die sinnstiftende Begegnung in einer sonst qualvoll zerrütteten Welt bedanken - ein Ensemble aus meisterrenoviertem Mittelalter würde den Freiraum vielleicht erdrücken. So wie Gustav Mahler mal sagte: Perfekte Gedichte lassen sich nicht gut vertonen, brüchige kitschige Reime sind besser für eine hochempfindliche Musik.&lt;br /&gt;
Leonhard Cohen fing an mit seiner Bitte um einen Tanz bis ans Ende der Liebe (dorthin, wo die ungeborenen Kinder in Bewegung geraten), und es war der satte, altertümliche, freundlich-ewige Schlagerklang, der uns mitnahm. Seine ersten Worte dann (nach einer Art Hallo): Give me back the Berlin wall, give me Stalin and St.Paul, Ive seen the future, brother, it is murder. &lt;br /&gt;
Als die Zeit für Suzanne gekommen war, saß ich plötzlich im Wohnzimmer mit meinem Vater, 40 Jahre vorher, im Herbst 68, wir hatten die Sitte, uns beim Tee Musik vorzuspielen und ich hatte diese LP nachhaus gebracht mit dem Polaroidfoto eines offensichtlich magenkranken Mannes drauf, wir wussten beide nicht, was uns erwartete. Traurigkeit. Besessen griffige Sehnsucht. Ohnmacht und liebender Spott in der tiefen Stimme, die aushalten will, was nur gereimt zu ertragen ist. Die wohlige Weichheit der Begleitmusik drumrum. Keine Ahnung, was für Bilder da entworfen wurden, aber sie erreichten uns. Dies leise, zerrende Geschrei am Ende, weit draußen, in a blizzard of ice - als meine Mutter von der Arbeit kam, fragte sie: Ist jemand gestorben?&lt;br /&gt;
Ich war gleichzeitig immer noch auf dem Marktplatz. Ich dachte (und sah den agilen, freundlichen, hageren alten Herrn mit der wieder so beweglichen Stimme, dem Charme, den altertümlichen und wie-ewigen Gesten, noch dies tolle Orchester um ihn herum): Wer hätte voraussehen können, dass das so dauert, dass es ein Bund fürs Leben wird? Und noch so schön ist, grad jetzt, mit all dem Schrecken in den Liedern wie in uns und wie da draußen - dass das so hält? Grade noch. Immer grade noch.&lt;br /&gt;
Man vergewissert sich an solchen Abenden, mit vielen Tausenden, dass es so grade noch...</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 quer</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-02T20:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/4977815/">
    <title>baden-baden</title>
    <link>http://kwerblock.twoday.net/stories/4977815/</link>
    <description>An der Schwimmstelle ist heute ein Boot angelandet. Drei Erwachsene, zwei Kinder. Ich gehe langsamer, als ich das sehe, dann zwing ich mich zu einem forscheren Schritt. &lt;br /&gt;
Tach, ruf ich und lass den Rucksack fallen.&lt;br /&gt;
Tach, knurrt der eine der biertrinkenden Männer. Der andere guckt durch mich durch.&lt;br /&gt;
Ich zieh mich um.&lt;br /&gt;
Lasst den Mann mal durch, sagt die sonnenbadende Frau zu den Kindern, die ganz woanders planschen, und meint ihre Männer. &lt;br /&gt;
Der durch mich durchgeschaut hat, macht ein klein bisschen Platz.&lt;br /&gt;
Immer noch ziemlich frisch, sag ich, einen Fuss im Wasser.&lt;br /&gt;
Geht aber, antwortet der Gesprächigere.&lt;br /&gt;
Ich zwinge mich, gleich tief einzutauchen. Die beiden Kinder kreischen.&lt;br /&gt;
Ging aber schnell, sagt der Durchgucker zu dem andern, er hat eine eher hohe Stimme. Ich mache ordentlich Schaum und Wellen beim Schwimmen.&lt;br /&gt;
Als ich zehn Minuten später zurückkomme, hat eine Gruppe von zwei dicken Frauen mit fünf weiteren Kindern alles am Ufer in Beschlag genommen, und die Leute vom Boot sind hastig dabei, ihre Abfahrt vorzubereiten. Sie grüßen mich wie einen guten Bekannten.&lt;br /&gt;
Etwas schwankend stoßen sie dann vom Ufer ab, der Durchgucker kommt nur mit Hilfe der Frau in das Boot.&lt;br /&gt;
Die sollten jetzt nicht mehr quer übers Wasser, sagt eine der beiden neuen Dicken.&lt;br /&gt;
Einen Moment glaube ich, dass sie ihre Kinder zurückgelassen haben. Aber dann kreischen die vom Bug des Boots zu uns rüber.&lt;br /&gt;
Doch, sag ich, quer übers Wasser. Muss schön sein. Und immer im Takt!</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 quer</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-07T14:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/4977809/">
    <title>elitchen</title>
    <link>http://kwerblock.twoday.net/stories/4977809/</link>
    <description>Bei Welt-Online gab es neulich eine schmale Glosse von einem Gießener Jungakademiker mit Kurzzeitjobs, zwischendurch arbeitslos, der sich mokiert, wie großzügig ihm der Wohlfahrtsstaat dann jedesmal weiterhilft:  Schöner leben mit Hartz IV - und dann wundere man sich, dass niemand mehr hart arbeiten wolle. Als hätten wir es zehn Jahre früher, vor Schröder, 1998, so hinter der Zeit her, so schale Witzchen eines Elite-Aspiranten. Welt-Online eben.&lt;br /&gt;
Nur ein paar Beamte und Börsenmakler denken heute noch so, murmele ich, während ich dem Namen des Glossisten müde nachgoogele. Natürlich Treffer. Edgar Dahl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum der Dermatologie und Andrologie der Justus-Liebig-Universität Giessen ist im Moment (...) als Visiting Fellow am Centre for Applied Philosophy and Public Ethics der University of Melbourne tätig - also typischerweise gut abgesichert. Er disputiert auch wissenschaftlich gerne mal, unter anderem verfasste er eine Abwägung zu dem Thema, ob Eltern, vorausgesetzt, dies sei technisch machbar, mit genetischem Eingriff die sexuelle Neigung ihrer Kinder vorherbestimmen dürfen sollten (Human Reproduction, Vol.18, No.7).&lt;br /&gt;
Ohne über den persönlichen Nährboden zu spekulieren, der eine solche Frage überhaupt erst aufkommen lässt, und eh ich wieder belehrt werde, dass man die Fachleute gefälligst machen zu lassen habe: Ich wünsche Dr.Dahl von Herzen solch genmanipulierten Nachwuchs, und dass der früh genug davon erfährt!</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 quer</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-07T14:23:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kwerblock.twoday.net/stories/4977806/">
    <title>Patt</title>
    <link>http://kwerblock.twoday.net/stories/4977806/</link>
    <description>Aber, sagt die junge tschetschenische Autorin bei der PEN-Tagung in Speyer, nachdem sie von den Versuchen, sie am Beobachten, Berichten, das Unrecht Festhalten zu hindern, ihr die wirtschaftliche Basis, die Bewegungsfreiheit, ihren Mut und die Unvoreingenommenheit zu nehmen, ihr die eigene Sprache zu verbieten, die Heimat zur Fremde, zur verbotenen Zone zu machen, ihr ihre Äußerungen in den Mund zurückzustopfen, ihre Kultur in Frage zu stellen, die Identität ihres Volkes, das Streben nach Unabhängigkeit unter eigenen kulturellen und sozialen Regeln, sehr klar und nachvollziehbar berichtet hat, und dass sie für diesen Einsatz dann erwartungsgemäß ins Gefängnis kam und selbst dort nicht aufhören konnte zu schreiben - wie sie denn überhaupt an das Schreiben und vorher Studieren gekommen sei, fragt die ihr sehr gewogene deutsche Gesprächspartnerin dazwischen, als Frau in Tschetschenien, da sei sie doch strengen patriarchalen Gesetzen unterworfen -&lt;br /&gt;
aber, antwortet sie da, wir haben doch 70 Jahre lang Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Sowjetunion -</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 quer</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-07T14:21:00Z</dc:date>
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    <title>Geburtstagsständchen</title>
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    <description>24.5. Leipzig, zu Bob Dylans Geburtstag, eine Session mit Francis D.D. String und Sascha Gutzeit. War schön chaotisch - 2 Stunden Probe im Garten am Fluss, dann 2 Stunden Konzert - zu 3t für uns alle fast ausnahmslos neues Material, wir haben eine ziemlich ungewöhnliche Setlist zusammengestellt und die ganz langen Riemen weggelassen, weil der Laden, das Flowerpower, ein junges und eher hibbliges Publikum anzieht. War gut voll, als wir anfingen, wurde noch immer enger. Und das spielten wir:&lt;br /&gt;
Heut nacht (Tonight I&apos;ll be Staying Here With You)&lt;br /&gt;
Seven Days&lt;br /&gt;
Hochwasser (High Water)&lt;br /&gt;
TV Talking Blues&lt;br /&gt;
Der Weg ist lang (Coming from the Heart)&lt;br /&gt;
New Pony&lt;br /&gt;
Schlupfloch vor dem Sturm (Shelter From the Storm)&lt;br /&gt;
Just Like Tom Thumbs Blues ((als Bossa))&lt;br /&gt;
Noch ne Nacht (One More Night)&lt;br /&gt;
Where Teardrops Fall&lt;br /&gt;
Ugliest Girl in the World&lt;br /&gt;
Emotionally Yours&lt;br /&gt;
Ewiger Kreislauf (Eternal Circle)&lt;br /&gt;
Things Have Changed&lt;br /&gt;
Kotz dich aus (Get Your Rocks Off)&lt;br /&gt;
Rainy Day Women&lt;br /&gt;
Death is Not the End&lt;br /&gt;
Viel Blues, viel Impro, natürlich auch mal Leerlauf, denn wir hatten ja nix geplant, und da greift man schon mal gern auf vorhandene Floskeln zurück. Gegen Ende extatischer. Es gab ein bisschen Gemosere vom Publikum, weil wir nichts von uns selbst spielten und keine Dylan-Hits, aber die meisten mochten es. Mich nervten nur die Keyboards, ich will einen Flügel!&lt;br /&gt;
Anschließend brach eine Horde Junggesellen-besinnungslos-Suffkis in das Flowerpower ein, gut, dass wir kräftige Freunde hatten, ein schneller Abgang war geboten. So viel Gesülz und Geballere auf einmal und ohne Vorwarnung hab ich selten erlebt. Plötzliche Dumpf-Aggression und eine Strip- Einlage, wo es eben noch so leicht und inspiriert schwang, der gleiche Boden, die gleichen Wände...&lt;br /&gt;
Leipzig jedesmal eine schöne Stadt trotzdem.</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 quer</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-07T14:20:00Z</dc:date>
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    <title>Jugoslawien-Buch</title>
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    <description>Jeder hat seine Wahrheit, sagt man gern. Aber die Wahrheit, die Exaussenminister Fischer sein eigen nennt, der im gleichen März/April 1999 eine Einschätzung seines Ministeriums in einem Abschiebeprozess verantwortete, im Kosovo seien albanische Volksangehörige keiner regionalen oder landesweiten Gruppenverfolgung ausgesetzt, und sich vor den Bundestag stellte, um die Vertreibung und Vernichtung der Albaner durch Serben im Kosovo mit dem Genozid an den Juden zu vergleichen und damit um Zustimmung für seine Bombardierung Serbiens zu werben - ich fürchte, sie taugt überhaupt nichts. Was ist schon Wahrheit? Die Karriere ist gemacht, die Legende ist gestrickt, nach den Toten kräht kein Hahn. Der Kosovo ein unabhängiger Staat neuerdings, regiert von Leuten, die mit dem Organhandel ihrer frisch getöteten serbischen Gegner die nächsten Waffenkäufe finanzierten. Das erfährt man von Carla del Ponte, bisher Chefanklägerin des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag, die ihr Buch mit diesem Detail ausdrücklich erst veröffentlichen wollte, sobald der Kosovo mit der ihn (ich nenn es mal so) befreienden UCK es in die Selbständigkeit geschafft hat. Unsere Armee regelt dort das Nötigste, und grad heut im Deutschlandfunk in einer Reportage über eine junge Soldatin in Pristina nannte der Sprecher die abgebrannten Häuser in der Altstadt als von ehemals dort ansässigen Serben verlassen.&lt;br /&gt;
Verlassen, wie das Kaufhaus Wertheim im Faschismus von seinen Besitzern &apos;verlassen&apos; wurde.&lt;br /&gt;
Zu diesem grausligen Thema eine Lektüreempfehlung:  Kurt Köpruner, Reisen in das Land der Kriege, Diederichs 2003. Die Recherchen des privat und beruflich mit Ex-Jugoslawien verbandelten Vorarlberger Geschäftsmanns über die Eskalation des Gewalt-Irrsinns seit 1990, dem er mit den Riesenaugen eines erschreckt-neugierigen Kindes entgegen - und nachsah, haben Sogwirkung. Achtung: Verschwörungstheoriegefahr - was ja nichts andres heißt als Fakten und Erlebnisse statt der Weismachungen aus FAZ, taz und gleichgeschaltetem Bekanntenkreis.</description>
    <dc:creator>quer</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 quer</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-07T14:18:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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